Jericoacoara:
Der Ort Jericoacoara ist das Zentrum eines ausgedehnten Dünengebietes im Norden Brasiliens. Er liegt an der Küste des Bundesstaats Ceará. Die Wanderdünen erstrecken sich bis zu 20 km ins Landesinnere. Die Temperaturen bewegen sich zwischen 16 °C und 36 °C.

Der Name entstammt vermutlich aus dem Sprachgebrauch der Tupí-Indianer, welche die Region bewohnten. „Yuruco“ steht dabei für Höhle und „Cuara“ für Schildkröte zusammengefasst bedeutet Jericoacoara etwa so viel wie „Höhle der Schildkröten“.

1984 wurde Jericoacoara und ein ein großes Gebiet um den Ort zum Naturschutzgebiet „Área de proteção ambiental“ (APA) und 2002 offiziell zum Nationalpark erklärt. Eine besondere Attraktion sind die in den Dünen liegenden Süßwasserseen. Eine unter ihnen liegende Tonschicht verhindert das Versickern.

Der Ort ist entweder über den Seeweg mit kleinen Booten oder aber mit Allradfahrzeugen vom nächstgelegenen Ort Jijoca erreichbar. Die ca. 350 km lange Anfahrt von Fortaleza mit dem PKW ist anfangs relativ unbeschwerlich, da die Straßen gut ausgebaut sind. Lediglich die letzten 28 km ab Jijoca müssen auf unbefestigten Sandpisten bewältigt werden.