Im Bann des Nils

steffi
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Luxor, Oberägypten, Ägypten

Zwei Uhr nachts, Ankunft am Flughafen in Hurghada. Trotz der Dunkelheit lassen selbst die nächtlichen Temperaturen bereits Urlaubsstimmung aufkommen. Nach Erledigung der Visaformalitäten werden wir vom Flughafengebäude zu unserem Bus gebracht, welcher uns in unser Hotel an der Makadi Bay bringen soll. Nach einem gut halbstündigen Transfer kommen wir im Hotel an der Makadi Bay an, wo wir die nächsten beiden Tage verbringen werden, bevor das Abenteuer "Nilkreuzfahrt" losgeht. Bevor diese losgehen kann, erhalten wir im Hotel noch ausführliche Informationen zu unserer Nilkreuzfahrt.

Und dann geht's los. Mit dem Bus geht es am Nachmittag mitten durch die Wüste von Hurghada nach Luxor. Der Bus macht einen kurzen Zwischenstopp an einer kleinen Oase, dort kann man verschiedenes ägyptisches Kunsthandwerk erstehen und die ersten Kamel-Fotos machen. Je weiter wir gen Westen fahren, desto grüner wird die Landschaft. Der Nil kann nicht mehr weit sein.

Bei Verlassen des klimatisierten Busses stehen wir in der Hitze von Luxor. Knapp 50°C sollen es in dieser Woche (im Juli) auf dem Nil noch werden. Durch die geringe Luftfeuchte ist dies jedoch erträglich. Am Hafen von Luxor reiht sich ein Schiff an das andere. Teilweise sind so viele Nilschiffe unterwegs, dass man durch mehrere andere Schiffe hindurchgehen muss, um ans Ufer zu gelangen.

Nach Zuteilung der Kabinen dürfen wir uns am reichhaltigen, exotischen und doch auch internationalen Abendbuffet bedienen. Hier ist für jeden etwas dabei. Beim Begrüßungscocktail wird uns die gesamte Crew unseres Nilschiffes vorgestellt und erste Kontakte werden geknüpft. Die erste Nacht verbringen wir an der Anlegestelle in Luxor, bevor sich das Schiff am Morgen während des Frühstücks auf den Weg flussabwärts gen Süden mit Ziel Assuan begibt. Was wir in dieser Woche erleben, übertrifft bei Weitem unsere Vorstellungen, die wir vor Reiseantritt hatten. Fliegende Händler, Totentempel, Pyramiden und Hieroglyphen, nichts bleibt unerklärt. Aber der Reihe nach¬:

Bereits bei der Buchung haben wir das Ausflugspaket mitgebucht. Dieses Paket beinhaltet den Eintritt zu folgenden Tempelanlagen: Memnon-Kolosse, Theben-West (Tal der Könige), Hatschepsut-Tempel, Luxor- und Karnak-Tempel, Horus-Tempel (in Edfu), Sobek-Tempel (Kom Ombo), Staudamm, Nassersee, Philae-Tempel, Steinbruch, Felukenfahrt mit Besuch des Botanischen Gartens in Assuan. Bei einer ersten Nilkreuzfahrt empfehle ich unbedingt die Buchung dieses Pakets, um einen bestmöglichen Einblick in die Geschichte zu erhalten und Verständnis für die Zusammenhänge im Alten Ägypten zu entwickeln.
Während wir die Sonne am Pooldeck genießen, befinden sich andere im klimatisierten Salon oder kühlen sich im kleinen Pool an Deck ab. Vorbei zieht die Landschaft, die sich stetig verändert. Mitnichten langweilig, im Gegenteil: abwechslungsreich, interessant und schön zu beobachten, wie die Einheimischen ihre tägliche Arbeit im Einklang mit dem Fluss verrichten: Wäsche waschende Frauen, tobende, im Fluss spielende Kinder, Esel, die schwere Lasten tragen, Wasserbüffel, die sich im flachen Wasser suhlen und grasen. An den Ufern immer wieder Reis- und Bananenfelder sowie Palmen.

Bei Sonnenuntergang erreichen wir die Schleuse von Esna. Durch die vielen Schiffe, die auf dem Nil verkehren, dauert diese Prozedur etwas länger. Aber Langeweile kommt beim Warten nicht auf. Die ersten fliegenden Händler "lauerten" schon am Ufer, um ihre Waren (Kaftan, diverse Tücher, Wandteppiche etc.) anzupreisen. Dies mitzuerleben, war eine wahre Freude. Um die Waren dem Kunden an Bord anzubieten, werden diese in Folie gewickelt und an Bord geworfen (man bedenke, dass die Entfernung von der Wasseroberfläche zum Oberdeck des Schiffes durchschnittlich 14 m beträgt). Bei Nichtgefallen, werden die Waren wieder eingepackt und dem Verkäufer zugeworfen. Bei Gefallen, wird das Geld in eine kleine Dose gesteckt und diese dem Verkäufer zugeworfen. Damit es beim Handeln gesittet zugeht und um Ärger vorzubeugen, geht vorsichtshalber die ägyptische Touristenpolizei an Bord. Wir genießen noch die Abendsonne und begeben uns dann bald auf den Weg zum Abendessen. Während des Abendessens passieren wir sodann die Schleuse und können unseren Weg Richtung Assuan fortsetzen.

Am nächsten Tag legen wir in Edfu an und machen uns nach dem Frühstück, also noch vor der großen Hitze auf, um den Horus-Tempel zu erobern. Der Horus-Tempel ist einer der besterhaltenen Tempelanlagen in Ägypten. Der gigantische Tempel ist Horus, dem Falkengott, geweiht. Horus war Sohn von Osiris und Isis und wird dargestellt als Falke mit der Doppelkrone, als Zeichen der Vereinigung des damaligen Ober- und Unterägypten. Hier bekommen wir von unserem Reiseleiter Ahmed erstmals eine Einweisung im Hieroglyphen-Lesen, teilweise erzählen die Wandmeißeleien von Dürren im Land, Festivitäten oder sonstigen Ereignissen und geschlagenen Schlachten. Unser Reiseleiter versteht es sehr gut, unsere kleine Gästegruppe für die Faszination Ägyptens zu begeistern und spricht durch sein Studium in Deutschland auch sehr gut Deutsch. Die Mittagshitze treibt uns wieder zu unserem Schiff, mit dem wir weiter flussabwärts fahren und bei Sonnenuntergang in Kom Ombo anlegen. Im sog. Sobek-Tempel, der dem Gott der Fruchtbarkeit, Sobek, und dem Falkengott Haroeris geweiht ist, erklärt uns Ahmed die Funktion eines Nilometers. Je höher der Wasserstand des Nils war, desto mehr Steuern mussten die Bauern bezahlen, da mit höherem Wasserstand der Nil mehr nährstoffreichen Schlamm transportierte und somit die Erträge der Bauern höher waren. Bei niedrigem Wasserstand waren weniger Steuern zu bezahlen.

Am nächsten Tag erreichen wir die grüne Oase Assuan. Dass hier 1,3 Mio. Einwohner leben, nimmt man überhaupt nicht wahr. Die Feluken ziehen an uns vorüber. Die Stimmung: ruhig, leise, ja fast andächtig. Assuan ist ein wahrer Ort der Erholung. In Assuan steht nun die Besichtigung des Staudams, des Nassersees sowie des Steinbruchs an. Ahmed erklärt uns, warum es im Nil keine Nilkrokodile mehr gibt und wie Moslems und Katholiken hier in Assuan friedlich nebeneinander her leben. Auf einer Felukenfahrt überqueren wir den Nil, legen auf der Kitchener Insel an und genießen bei einem Spaziergang die liebevoll zusammengetragene Pflanzen- und Baumvielfalt und den Ausblick auf die umliegenden Sanddünen. Bevor wir uns zurück auf den Weg nach Luxor machen, steht noch ein Ausflug auf die Insel Elephantine an, wo wir den Philae-Tempel besichtigen. Dieser Tempel hat eine bewegte Geschichte. Um wichtiges Kulturgut zu retten, wurde dieser Tempelkomplex in einem Zeitraum von acht Jahren versetzt, da dieser auf der ursprünglichen Insel jährlich durch die Nilflut überschwemmt wurde. Sage und schreibe 44.000 Steine wurden dazu abgetragen und an anderer Stelle wieder originalgetreu aufgebaut. Der Stand der Überschwemmung kann noch heute anhand der Schwarzfärbung durch den Schlamm ausgemacht werden.

Wir verabschieden uns von Assuan und machen uns auf den Weg zurück nach Luxor. Zurück in Luxor geht es in den frühen Morgenstunden mit dem Bus zum Tal der Könige. Bei einem kurzen Stopp an den Memnon-Kolossen am Fuße der Berge von Kurna weihte uns Ahmed in das Geheimnis dieser Kolosse ein. Hierzu muss man nur gut hinhören. Dann kommen wir am Tal der Könige an. Dieses erkunden wir auf eigene Faust. Noch heute finden hier Ausgrabungen statt. Die Entdeckung des Grabes von Tutachamun und deren Grabschätze durch Howard Carter im Jahr 1922 waren legendär. Meine Empfehlung gilt im Übrigen der Ausstellung "Tutanchamun - sein Grab und die Schätze", die bereits in München Station gemacht hat und sich immer wieder auf Weltournee befindet. Aber zurück zur Nilkreuzfahrt. Nach Besichtigung des überaus beeindruckenden, gut erhaltenen Hatschepsut-Tempels und des Luxor-Tempels steht zum Abschluss unserer Nilkreuzfahrt eine abendliche Sound- und Lightshow im Karnak-Tempel auf dem Programm. In der Dämmerung laufen wir durch den beleuchteten Tempel, umrahmt von ruhigen Klängen, zu einer Tribühne, von der wir der Geschichte des Alten Ägyptens lauschen können, deren Bilder auf die Tempelmauern projiziert werden.

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge verlassen wir am nächsten Morgen Luxor. Weinend, weil die schöne Zeit auf dem Nil zu Ende geht und lachend, weil noch einige schöne Tage in unserem Badehotel an der Makadi Bay vor uns liegen.

Vielleicht habt ihr jetzt ebenfalls Lust auf ein Abenteuer auf dem Nil bekommen? Dann schaut doch mal bei uns im Reisebüro vorbei.

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Ihr Experte war vor Ort


sonnenklar.TV Reisebüro Wasserburg

steffi
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sonnenklar.TV Reisebüro Wasserburg

Salzsenderzeile 14,83512 Wasserburg

Tel.: 08071/9228694

Mo:09:30–18:00

Di:09:30–16:00

Mi:09:30–16:00

Do:09:30–16:00

Fr:09:30–18:00

Sa:10:00–13:00

Platzhalter Karte
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Der Bus macht einen kurzen Zwischenstopp an einer kleinen Oase, dort kann man verschiedenes \u00e4gyptisches Kunsthandwerk erstehen und die ersten Kamel-Fotos machen. Je weiter wir gen Westen fahren, desto gr\u00fcner wird die Landschaft. Der Nil kann nicht mehr weit sein. \r\n\r\nBei Verlassen des klimatisierten Busses stehen wir in der Hitze von Luxor. Knapp 50\u00b0C sollen es in dieser Woche (im Juli) auf dem Nil noch werden. Durch die geringe Luftfeuchte ist dies jedoch ertr\u00e4glich. Am Hafen von Luxor reiht sich ein Schiff an das andere. Teilweise sind so viele Nilschiffe unterwegs, dass man durch mehrere andere Schiffe hindurchgehen muss, um ans Ufer zu gelangen. \r\n\r\nNach Zuteilung der Kabinen d\u00fcrfen wir uns am reichhaltigen, exotischen und doch auch internationalen Abendbuffet bedienen. Hier ist f\u00fcr jeden etwas dabei. Beim Begr\u00fc\u00dfungscocktail wird uns die gesamte Crew unseres Nilschiffes vorgestellt und erste Kontakte werden gekn\u00fcpft. Die erste Nacht verbringen wir an der Anlegestelle in Luxor, bevor sich das Schiff am Morgen w\u00e4hrend des Fr\u00fchst\u00fccks auf den Weg flussabw\u00e4rts gen S\u00fcden mit Ziel Assuan begibt. Was wir in dieser Woche erleben, \u00fcbertrifft bei Weitem unsere Vorstellungen, die wir vor Reiseantritt hatten. Fliegende H\u00e4ndler, Totentempel, Pyramiden und Hieroglyphen, nichts bleibt unerkl\u00e4rt. Aber der Reihe nach\u00ac: \r\n\r\nBereits bei der Buchung haben wir das Ausflugspaket mitgebucht. Dieses Paket beinhaltet den Eintritt zu folgenden Tempelanlagen: Memnon-Kolosse, Theben-West (Tal der K\u00f6nige), Hatschepsut-Tempel, Luxor- und Karnak-Tempel, Horus-Tempel (in Edfu), Sobek-Tempel (Kom Ombo), Staudamm, Nassersee, Philae-Tempel, Steinbruch, Felukenfahrt mit Besuch des Botanischen Gartens in Assuan. Bei einer ersten Nilkreuzfahrt empfehle ich unbedingt die Buchung dieses Pakets, um einen bestm\u00f6glichen Einblick in die Geschichte zu erhalten und Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Zusammenh\u00e4nge im Alten \u00c4gypten zu entwickeln. \r\nW\u00e4hrend wir die Sonne am Pooldeck genie\u00dfen, befinden sich andere im klimatisierten Salon oder k\u00fchlen sich im kleinen Pool an Deck ab. Vorbei zieht die Landschaft, die sich stetig ver\u00e4ndert. Mitnichten langweilig, im Gegenteil: abwechslungsreich, interessant und sch\u00f6n zu beobachten, wie die Einheimischen ihre t\u00e4gliche Arbeit im Einklang mit dem Fluss verrichten: W\u00e4sche waschende Frauen, tobende, im Fluss spielende Kinder, Esel, die schwere Lasten tragen, Wasserb\u00fcffel, die sich im flachen Wasser suhlen und grasen. An den Ufern immer wieder Reis- und Bananenfelder sowie Palmen. \r\n\r\nBei Sonnenuntergang erreichen wir die Schleuse von Esna. Durch die vielen Schiffe, die auf dem Nil verkehren, dauert diese Prozedur etwas l\u00e4nger. Aber Langeweile kommt beim Warten nicht auf. Die ersten fliegenden H\u00e4ndler \"lauerten\" schon am Ufer, um ihre Waren (Kaftan, diverse T\u00fccher, Wandteppiche etc.) anzupreisen. Dies mitzuerleben, war eine wahre Freude. Um die Waren dem Kunden an Bord anzubieten, werden diese in Folie gewickelt und an Bord geworfen (man bedenke, dass die Entfernung von der Wasseroberfl\u00e4che zum Oberdeck des Schiffes durchschnittlich 14 m betr\u00e4gt). Bei Nichtgefallen, werden die Waren wieder eingepackt und dem Verk\u00e4ufer zugeworfen. Bei Gefallen, wird das Geld in eine kleine Dose gesteckt und diese dem Verk\u00e4ufer zugeworfen. Damit es beim Handeln gesittet zugeht und um \u00c4rger vorzubeugen, geht vorsichtshalber die \u00e4gyptische Touristenpolizei an Bord. Wir genie\u00dfen noch die Abendsonne und begeben uns dann bald auf den Weg zum Abendessen. W\u00e4hrend des Abendessens passieren wir sodann die Schleuse und k\u00f6nnen unseren Weg Richtung Assuan fortsetzen. \r\n\r\nAm n\u00e4chsten Tag legen wir in Edfu an und machen uns nach dem Fr\u00fchst\u00fcck, also noch vor der gro\u00dfen Hitze auf, um den Horus-Tempel zu erobern. Der Horus-Tempel ist einer der besterhaltenen Tempelanlagen in \u00c4gypten. Der gigantische Tempel ist Horus, dem Falkengott, geweiht. Horus war Sohn von Osiris und Isis und wird dargestellt als Falke mit der Doppelkrone, als Zeichen der Vereinigung des damaligen Ober- und Unter\u00e4gypten. Hier bekommen wir von unserem Reiseleiter Ahmed erstmals eine Einweisung im Hieroglyphen-Lesen, teilweise erz\u00e4hlen die Wandmei\u00dfeleien von D\u00fcrren im Land, Festivit\u00e4ten oder sonstigen Ereignissen und geschlagenen Schlachten. Unser Reiseleiter versteht es sehr gut, unsere kleine G\u00e4stegruppe f\u00fcr die Faszination \u00c4gyptens zu begeistern und spricht durch sein Studium in Deutschland auch sehr gut Deutsch. Die Mittagshitze treibt uns wieder zu unserem Schiff, mit dem wir weiter flussabw\u00e4rts fahren und bei Sonnenuntergang in Kom Ombo anlegen. Im sog. Sobek-Tempel, der dem Gott der Fruchtbarkeit, Sobek, und dem Falkengott Haroeris geweiht ist, erkl\u00e4rt uns Ahmed die Funktion eines Nilometers. Je h\u00f6her der Wasserstand des Nils war, desto mehr Steuern mussten die Bauern bezahlen, da mit h\u00f6herem Wasserstand der Nil mehr n\u00e4hrstoffreichen Schlamm transportierte und somit die Ertr\u00e4ge der Bauern h\u00f6her waren. Bei niedrigem Wasserstand waren weniger Steuern zu bezahlen. \r\n\r\nAm n\u00e4chsten Tag erreichen wir die gr\u00fcne Oase Assuan. Dass hier 1,3 Mio. Einwohner leben, nimmt man \u00fcberhaupt nicht wahr. Die Feluken ziehen an uns vor\u00fcber. Die Stimmung: ruhig, leise, ja fast and\u00e4chtig. Assuan ist ein wahrer Ort der Erholung. In Assuan steht nun die Besichtigung des Staudams, des Nassersees sowie des Steinbruchs an. Ahmed erkl\u00e4rt uns, warum es im Nil keine Nilkrokodile mehr gibt und wie Moslems und Katholiken hier in Assuan friedlich nebeneinander her leben. Auf einer Felukenfahrt \u00fcberqueren wir den Nil, legen auf der Kitchener Insel an und genie\u00dfen bei einem Spaziergang die liebevoll zusammengetragene Pflanzen- und Baumvielfalt und den Ausblick auf die umliegenden Sandd\u00fcnen. Bevor wir uns zur\u00fcck auf den Weg nach Luxor machen, steht noch ein Ausflug auf die Insel Elephantine an, wo wir den Philae-Tempel besichtigen. Dieser Tempel hat eine bewegte Geschichte. Um wichtiges Kulturgut zu retten, wurde dieser Tempelkomplex in einem Zeitraum von acht Jahren versetzt, da dieser auf der urspr\u00fcnglichen Insel j\u00e4hrlich durch die Nilflut \u00fcberschwemmt wurde. Sage und schreibe 44.000 Steine wurden dazu abgetragen und an anderer Stelle wieder originalgetreu aufgebaut. Der Stand der \u00dcberschwemmung kann noch heute anhand der Schwarzf\u00e4rbung durch den Schlamm ausgemacht werden.\r\n \r\nWir verabschieden uns von Assuan und machen uns auf den Weg zur\u00fcck nach Luxor. Zur\u00fcck in Luxor geht es in den fr\u00fchen Morgenstunden mit dem Bus zum Tal der K\u00f6nige. Bei einem kurzen Stopp an den Memnon-Kolossen am Fu\u00dfe der Berge von Kurna weihte uns Ahmed in das Geheimnis dieser Kolosse ein. Hierzu muss man nur gut hinh\u00f6ren. Dann kommen wir am Tal der K\u00f6nige an. Dieses erkunden wir auf eigene Faust. Noch heute finden hier Ausgrabungen statt. Die Entdeckung des Grabes von Tutachamun und deren Grabsch\u00e4tze durch Howard Carter im Jahr 1922 waren legend\u00e4r. Meine Empfehlung gilt im \u00dcbrigen der Ausstellung \"Tutanchamun - sein Grab und die Sch\u00e4tze\", die bereits in M\u00fcnchen Station gemacht hat und sich immer wieder auf Weltournee befindet. Aber zur\u00fcck zur Nilkreuzfahrt. Nach Besichtigung des \u00fcberaus beeindruckenden, gut erhaltenen Hatschepsut-Tempels und des Luxor-Tempels steht zum Abschluss unserer Nilkreuzfahrt eine abendliche Sound- und Lightshow im Karnak-Tempel auf dem Programm. In der D\u00e4mmerung laufen wir durch den beleuchteten Tempel, umrahmt von ruhigen Kl\u00e4ngen, zu einer Trib\u00fchne, von der wir der Geschichte des Alten \u00c4gyptens lauschen k\u00f6nnen, deren Bilder auf die Tempelmauern projiziert werden. \r\n\r\nMit einem lachenden und einem weinenden Auge verlassen wir am n\u00e4chsten Morgen Luxor. Weinend, weil die sch\u00f6ne Zeit auf dem Nil zu Ende geht und lachend, weil noch einige sch\u00f6ne Tage in unserem Badehotel an der Makadi Bay vor uns liegen. \r\n\r\nVielleicht habt ihr jetzt ebenfalls Lust auf ein Abenteuer auf dem Nil bekommen? Dann schaut doch mal bei uns im Reiseb\u00fcro vorbei. \r\n","image":"\/docs\/_sizes\/614\/200\/100\/user\/1104\/_img\/20170801150002_594c6eb432202f0071c574928a012b4d\/-gypten-4-7--19-7-2009-179-1.jpg","title":"Im Bann des Nils","country":"\u00c4gypten","region":"Ober\u00e4gypten"}],"startLongitude":30.802498,"startLatitude":26.820553,"zoom":6}