Kurzurlaub auf Rügen

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Insel Rügen, Deutschland · März 2016

Unser diesjähriger Frühjahrsurlaub führte uns nach Rügen, Deutschlands größte Insel. Wir waren sehr gespannt, auf das, was sich inzwischen verändert hat. Wir sind schon immer begeistert von der wunderschönen Insel, mit ihren einzigartigen weisen Häusern, gebaut nach dem Bäderarchitektur Stiel.
Kurz vor Lübeck fuhren wir auf die A20, es war ein Sonnabend und es war eine unserer gemütlichsten Autobahnfahrten überhaupt, da wenig Verkehr war und es nicht regnete und der Himmel bedeckt war.
Wir verließen die Autobahn bei der Abfahrt Stralsund und fuhren auf dem neuen Autobahnzubringer, der B 96, zur neugebauten Rügen-Brücke auf die Insel. Wir konnten die Umrisse der beiden großen Kirchen und den die großartige Kulisse des Hafens von Stralsund sehen. Das war schon sehr beeindruckend. Nach etwa drei Stunden Fahrzeit erreichen wir unsere gemietete Ferienwohnung in Binz.
Da wir unsere Wohnung erst ab fünfzehn Uhr betreten durften, machten wir einen kurzen Schnupperrundgang durch den Ort, um erste Eindrücke zu Gewinnen. Wir waren fasziniert von diesen wunderbar verzierten und weiß getünchten Häusern. Wir sogen die Eindrücke auf und genossen die sauberen Straßen und die gepflegten Gärten und Parkanlagen. Kein Vergleich zu früher, es hat sich sehr viel zum Positiven verändert. Wir erreichten die Uferpromenade und hatten einen schönen Blick auf die Ostsee, in der Nähe blickten wir auf die Seebrücke und in der Ferne sahen wir Saßnitz und wie sich dahinter der berühmte Kreidefelsen sich im Sonnenlicht spiegelte und blickten wir nach rechts sahen wir das Steilufer Richtung Sellin. Als wir auf die Seebrücke gingen, der Wind uns umwehte und wir von dort aus auf Binz blickten, ja da wussten wir, dass wir endlich Urlaub hatten.

Anschließend nahmen wir die Schlüssel in Empfang und bezogen unsere Wohnung. Diese befand sich in einer Ferienanlage, die aus mehreren, dem Bäderstil entsprechend, neugebauten Häusern bestand und nach hinten in ein ansteigendes Gelände mündete. Von unserem Balkon aus konnten wir auf einen wunderschönen gartenarchitektonischen Innenhof und auf die anderen Hauser, die im gleichen Stil erbaut waren, sehen. Die Wohnung war im ersten Stock und bestand aus einer Wohnküche, einem Schlafzimmer und einem Duschbad. Unser neues Heim für eine Woche hatte eine gemütliche Atmosphäre, so dass wir uns gleich sehr wohl fühlten.

Nach dem Auspacken und einrichten gingen wir nach Binz, spazierten die Uferpromenade entlang und wir entdeckten immer neue Sehenswürdigkeiten die uns beeindruckten. Müde geworden suchten wir uns ein Restaurant, wo wir zu Abend gegessen haben. Nach einem Absacker, setzten wir uns noch eine Zeitlang auf den Balkon und ließen so den Tag ausklinge. Todmüde fielen wir ins Bett und schliefen sofort tief und fest bis zum nächsten Morgen.


Nach dem späten Frühstück wanderten wir von Binz nach Sellin. In der Nähe unserer Wohnung ging es in den Wald. Wir gingen entlang eines breiten leicht hügeligen Weges, der links und rechts mit alten und riesigen Buchen gesäumt wurde. Es roch so wunderbar frisch nach Wald und Pilzen und tatsächlich trafen wir einen einheimischen Pilzsammler, im Korb nur Steinpilze und herrliche Pfifferlinge. Das löste in uns das Sammelfieber aus und wir suchten solange bis auch wir fündig geworden waren. Wir ließen die Pilze natürlich stehen. Wir erreichten den mystischen schwarzen See, hier verweilten wir und beobachten die Vogelwelt und die romantische Natur. Der Weg wurde schmäler und es ging auf und immer entlang des Hochuferwanderwegs und an verschiedenen Aussichtspunkten

hatte man einen wunderschönen Blick auf die Ostsee und wir sahen schon die Seebrücke von Sellin aber auch den Kreidefelsen glänzte in der Ferne. Dann erreichten wir Sellin, das Kurhaus und die Seebrücke lagen uns zu Füssen. Wir stiegen die neuen Steinstufen herab und erreichten die Hautstraße. Zur Seebrückte kann man mit einem Seitenfahrlift herunterfahren oder aber auch die breite Holztreppe benutzen. Am Ende der Seebrücke befand sich eine Tauchglocke, mit der man die Unterwasserwelt beobachten kann. Wir genossen die neuen Eindrücke und erforschten den Ort Sellin. Auch hier sind wunderbare Häuser im Bäderstil, aber in Binz fühlen wir uns wohler.

Nach einer Tasse Kaffee und einem Stück Pflaumenkuchen gingen wir zum Ostbahnhof und fuhren mit dem „Rasenden Roland“ in einem offenen Wagen zurück. Die noch echte Dampflock zog dampfend, ächzend und pfeifend die Nostalgiewaggons hinter sich her und wir fuhren vom Qualm umhüllt durch den Buchenwald. An der Station Granitz stiegen wir aus und machten einen Zwischenstopp. Wir besuchten das Jagdschloss Granitz. Die Turmbesteigung war nicht jedermanns Sache, denn eine Eisenwendeltreppe führte im inneren Turm in die Höhe, aber war nicht abgeschirmt, so dass man immer nach unten sehen konnte. Aber Oben wurde man von dem wunderbaren Panorama in alle Richtungen, besonders über den Süden und Osten der Insel, belohnt. Bei klarem Wetter kann man sogar die Insel Usedom sehen.

Nach eigehender Besichtigung und Information über das Jagdschloss fuhren wir mit dem Zug nach Binz. In unserer Wohnung machten wir uns frisch und begaben uns wieder auf die Suche nach einem guten Restaurant. Das Essen war sehr gut, aber die Atmosphäre entsprach nicht unseren Ansprüchen. Mit einem Spaziergang ließen wir den wunderschönen Tag ausklingen.

Am nächsten Tag machten wir eine Autotour um weitere Sehenswürdigkeiten der Insel Rügen kennenzulernen. Wir machten Halt bei dem Naturerbe Zentrum Rügen mit dem Baumwipfel Turm.
Der breite hölzerne Fußweg führt zu einem siebzehn Meter hohen Turm, der sich in Windungen mit einer Steigung von nur sechs Prozent nach oben schraubt, ähnlich der Kuppel des Berliner Reichstages. Das für ältere Menschen, sogar für Rollstuhlfahrer leicht zu schaffen. Von dort aus führte der Weg weiter über die Baumkronen des Waldes hinweg. Man konnte immer wieder einmal die Ostsee, oder auch die Bauruinen von Pora sehen. Wenn man herunterschaute konnte man die mächtigen Pfähle und Ständer aus Holz und Stahl bewundern. Auf dem gesamten Weg waren immer wieder Hinweisschilder mit Erklärungen über einheimische Vogel-und Pflanzenarten. Auch waren ab und zu Geschicklichkeitspfade eingebaut. Dann kamen wir zu dem Hauptturm, der vierzig Meter hoch war.
Der Weg schlängelte sich anfangs um eine mächtige dreißig Meter hohe Buche. Als wir den angenehmen zu gehende Weg geschafft hatten wurden wir mit einer fantastische Aussicht über die Halbinsel Jasmund, die Ostsee, Binz und einer wunderschönen Seenlandschaft belohnt. Hier oben weit über den Baumwipfeln, erlebten wir ein eimaliges Wetterphänomen, die Ostseite war in Wolken gehüllt und es nieselte ein wenig und die Westseite erstrahlte im schönsten Sonnenschein. Wir konnten uns gar nicht sattsehen von den beeindruckenden Aussichten und bei schönstem Sonnenschein gingen wir zum Ausgang und hatte eine Strecke von Eintausend zweihundert und fünfzig Meter zurückgelegt. Nun besuchten wir im Naturerbe Zentrum die Dauerausstellung über die Naturereignisse und –und die Naturbeschaffenheit der Insel. Im Restaurant, dem umgebautem Forsthaus, stärkten wir uns und fuhren weiter nach Sassnitz, die Stadt die direkt an der Seilküste liegt und das Tor zum kleinsten Nationalpark Deutschlands ist. Auf der Halbinsel Jasmund befindet sich das Wahrzeichen von Rügen der Einhundert und achtzehn Meter hohe Königsstuhl, dem berühmtesten Kreidefelsvorsprung. Wir machten einen Spaziergang durch den sanierten Stadtkern mit den bäderachitektur Häusern die fast alle weiß gestrichen worden sind und daher wird Sassnitz auch die weiße Stadt am Meer genannt. Anschließend gingen wir über die 2007 neu errichtete Fußgängerhängebrücke zum Hafen. Von der Brücke aus hatten wir schon einen wunderbaren Blick auf die Ostsee und den Hafen. Vom neuen Hafen wanderten wir zum alten Hafen. Hier lagen die Fischerboote und boten ihre frisch gefangen oder zubereiteten Meeresfrüchte an. Wir wanderten entlang der längsten Außen- Mole Europas und beobachteten das rege Treiben im Hafen. Anschließend besuchten wir den ausgelagerten Fährhafen von Sassnitz in Mukran. Hier sind die Fährverbindungen in die Nordischen- und die Baltischen Länder sowie nach Russland. Von der Landungsbrücke aus konnten wir beobachten, wie Menschen, Autos und ganze Eisenbahnwagens im inneren einer Fähre verschwanden. Wir fuhren zurück nach Binz und beendeten den ereignisreichen Tag mit einem ausgiebigen Mahl in unserm Stammlokal.

Nach dem Frühstück gingen wir barfuß am Strand entlang Richtung Pora. Ab und zu klatschte die Welle der Ostsee an unsere Beine. Wir gingen dem in der Sonne erstrahlendem Kreidefelsen ein Stück entgegen. Nach einigen Kilometer verließen wir den Strand, die Dünen und einem schmalen Waldstreifen der mit Kiefern bewachsen war. Nun hatten wir den Koloss von Pora erreicht.
Ein viereinhalb Kilometer langen fünfstöckigen Baukomplex, bestehend aus acht aneinandergereihten Häusern. Gebaut wurde dieses Mammutprojekt im dritten Reich für die Bewegung „ Kraft durch Freude „ Hier sollten einmal zwanzig Tausend Personen Urlaub machen. Fertiggestellt wurden die Gebäude aber nie. Die Bauruine steht heute unter Naturschutz und Teile davon wurden vor kurzem an Investoren verkauft. Die wollen hier moderne Eigentumswohnungen mit dazugehöriger Infrastruktur errichten. Bau -Arbeiter waren schon dabei, einige Gebäude zu Entkernen. Wir besichtigte einer der Schauwohnungen. Beste Lage, beste Ausstattung und natürlich bester Preis. Die Wohnung war wunderschön und wenn, wie zugesagt, im Kieferwald das Unterholz entfernt wir, kann man sogar die Ostsee sehen. Es kann hier, wie den Prospekten zu entnehmen, einmal ein wunderschöner Ferienpark Entstehen, wehe aber es können nicht alle Wohnungen verkauft werden, dann lebt oder wohnt man in einer Ruinenstadt. Wir spazierten den Weg an den Häuserblocks entlang und waren gebannt, und auch erschüttert über so viel ehemaligen Größenwahn. Am Ende der Häuserblocks ist ein Museum eingerichtet. Die ehemalige DDR auf fünf Etagen samt Kaffee und Kuchen. Leider hatten wir für eine Besichtigung keine Zeit mehr.
Wir gingen zum Strand und gingen am Wasser entlang zurück nach Binz in unsere Wohnung am Klünderberg. Wie jeden, der letzten Abende, verbrachte wir auch den heutigen beim „Alten Fritz“.
Den nächsten, unserer letzte Urlaubtag auf Rügen, nutzten wir zur Erholung. Wir verbrachten viel Zeit am Strand, gingen shoppen, waren auf der Suche nach neuen Sehenswürdigkeiten, ließen es uns gut gehen und genossen den Tag.

Am nächsten Morgen, gegen zehn Uhr gaben wir die Wohnungstürschlüssel ab und fuhren nach Hause. Beim Autofahren konnten wir kaum glauben, dass wir auf einer Insel waren, aber als wir die Rügen Brücke erreichten wurde es uns wieder bewusst. Dem wunderschönen Panorama Anblick der Hansestadt Stralsund konnten wir uns nicht entziehen und so entschlossen wir uns, für eine kurze Stadtbesichtigung. Wir parkten am Hafen und sahen uns die Stadt an. Wir besichtigten den wunderschönen Stadthafen mit den wundervollen alten, neu restaurierten Häusern. Beeindruckend die umgebauten alten Getreidesilos zu Wohnungen, Geschäften und Restaurants. In Mitten dieser Häuser wurde das Ozeaneum, das meistbesuchte Norddeutsche Museum, mit einem modernen Baustil, eingefügt. Es war ein emsiges Leben im Hafen, sowie auch in der ganzen Stadt. Von einem der vielen Verkaufsbooten, kauften wir fangfrischen Fisch, den hier in reichlicher Auswahl gab. Wir sahen uns einen der mehreren Yachthäfen an und schlenderten gemütlich zu dem wunder schönem Alten Markt und dem Wahrzeichen von Stralsund, dem einzigartigen Rathaus mit den gezackten Giebeln. Wir besichtigten die Nikoleikirche, die sich in der Nachbarschaft befindet. Wir schlenderten durch die die Einkaufsstraßen und waren immer wieder beeindruckt von den wunderschönen alten Hausfassaden. Wir besichtigten eine weitere Kirche, Sankt Marien, deren Silhouette schon aus der Ferne die Hansestadt Stralsund ankündigt. Leider ist die Kirche im inneren noch nicht vollständig saniert. Es bleibt noch viel zu tun, damit die das Innenschiff wieder im Glanz erstrahlt.

Leider verging die Zeit so schnell, das wir keine Zeit für weitere Unternehmungen hatten. Über die A 20 fuhren gemütlich nach gen Heimat, dass wir das Fußballspiel und den Sieg des HSV gegen Mönchengladbach sehen und feiern konnten.
Das war die Krönung eines gelungenen, erholsamen und interessanten Kurzurlaub.

Ihr Experte war vor Ort


sonnenklar.TV Reisebüro im Kaufland Hamburg - Lurup

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sonnenklar.TV Reisebüro im Kaufland Hamburg - Lurup

Eckhoffplatz 1,22547 Hamburg

Tel.: 040 879 741 55
Fax: 040 879 741 56

Mo:09:30–20:00

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Platzhalter Karte
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Nach etwa drei Stunden Fahrzeit erreichen wir unsere gemietete Ferienwohnung in Binz.\r\nDa wir unsere Wohnung erst ab f\u00fcnfzehn Uhr betreten durften, machten wir einen kurzen Schnupperrundgang durch den Ort, um erste Eindr\u00fccke zu Gewinnen. Wir waren fasziniert von diesen wunderbar verzierten und wei\u00df get\u00fcnchten H\u00e4usern. Wir sogen die Eindr\u00fccke auf und genossen die sauberen Stra\u00dfen und die gepflegten G\u00e4rten und Parkanlagen. Kein Vergleich zu fr\u00fcher, es hat sich sehr viel zum Positiven ver\u00e4ndert. Wir erreichten die Uferpromenade und hatten einen sch\u00f6nen Blick auf die Ostsee, in der N\u00e4he blickten wir auf die Seebr\u00fccke und in der Ferne sahen wir Sa\u00dfnitz und wie sich dahinter der ber\u00fchmte Kreidefelsen sich im Sonnenlicht spiegelte und blickten wir nach rechts sahen wir das Steilufer Richtung Sellin. 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Es roch so wunderbar frisch nach Wald und Pilzen und tats\u00e4chlich trafen wir einen einheimischen Pilzsammler, im Korb nur Steinpilze und herrliche Pfifferlinge. Das l\u00f6ste in uns das Sammelfieber aus und wir suchten solange bis auch wir f\u00fcndig geworden waren. Wir lie\u00dfen die Pilze nat\u00fcrlich stehen. Wir erreichten den mystischen schwarzen See, hier verweilten wir und beobachten die Vogelwelt und die romantische Natur. Der Weg wurde schm\u00e4ler und es ging auf und immer entlang des Hochuferwanderwegs und an verschiedenen Aussichtspunkten\r\n\r\nhatte man einen wundersch\u00f6nen Blick auf die Ostsee und wir sahen schon die Seebr\u00fccke von Sellin aber auch den Kreidefelsen gl\u00e4nzte in der Ferne. Dann erreichten wir Sellin, das Kurhaus und die Seebr\u00fccke lagen uns zu F\u00fcssen. Wir stiegen die neuen Steinstufen herab und erreichten die Hautstra\u00dfe. 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Wir machten Halt bei dem Naturerbe Zentrum R\u00fcgen mit dem Baumwipfel Turm.\r\nDer breite h\u00f6lzerne Fu\u00dfweg f\u00fchrt zu einem siebzehn Meter hohen Turm, der sich in Windungen mit einer Steigung von nur sechs Prozent nach oben schraubt, \u00e4hnlich der Kuppel des Berliner Reichstages. Das f\u00fcr \u00e4ltere Menschen, sogar f\u00fcr Rollstuhlfahrer leicht zu schaffen. Von dort aus f\u00fchrte der Weg weiter \u00fcber die Baumkronen des Waldes hinweg. Man konnte immer wieder einmal die Ostsee, oder auch die Bauruinen von Pora sehen. Wenn man herunterschaute konnte man die m\u00e4chtigen Pf\u00e4hle und St\u00e4nder aus Holz und Stahl bewundern. Auf dem gesamten Weg waren immer wieder Hinweisschilder mit Erkl\u00e4rungen \u00fcber einheimische Vogel-und Pflanzenarten. Auch waren ab und zu Geschicklichkeitspfade eingebaut. Dann kamen wir zu dem Hauptturm, der vierzig Meter hoch war.\r\nDer Weg schl\u00e4ngelte sich anfangs um eine m\u00e4chtige drei\u00dfig Meter hohe Buche. Als wir den angenehmen zu gehende Weg geschafft hatten wurden wir mit einer fantastische Aussicht \u00fcber die Halbinsel Jasmund, die Ostsee, Binz und einer wundersch\u00f6nen Seenlandschaft belohnt. Hier oben weit \u00fcber den Baumwipfeln, erlebten wir ein eimaliges Wetterph\u00e4nomen, die Ostseite war in Wolken geh\u00fcllt und es nieselte ein wenig und die Westseite erstrahlte im sch\u00f6nsten Sonnenschein. Wir konnten uns gar nicht sattsehen von den beeindruckenden Aussichten und bei sch\u00f6nstem Sonnenschein gingen wir zum Ausgang und hatte eine Strecke von Eintausend zweihundert und f\u00fcnfzig Meter zur\u00fcckgelegt. Nun besuchten wir im Naturerbe Zentrum die Dauerausstellung \u00fcber die Naturereignisse und \u2013und die Naturbeschaffenheit der Insel. 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Wir wanderten entlang der l\u00e4ngsten Au\u00dfen- Mole Europas und beobachteten das rege Treiben im Hafen. Anschlie\u00dfend besuchten wir den ausgelagerten F\u00e4hrhafen von Sassnitz in Mukran. Hier sind die F\u00e4hrverbindungen in die Nordischen- und die Baltischen L\u00e4nder sowie nach Russland. Von der Landungsbr\u00fccke aus konnten wir beobachten, wie Menschen, Autos und ganze Eisenbahnwagens im inneren einer F\u00e4hre verschwanden. Wir fuhren zur\u00fcck nach Binz und beendeten den ereignisreichen Tag mit einem ausgiebigen Mahl in unserm Stammlokal.\r\n\r\nNach dem Fr\u00fchst\u00fcck gingen wir barfu\u00df am Strand entlang Richtung Pora. Ab und zu klatschte die Welle der Ostsee an unsere Beine. Wir gingen dem in der Sonne erstrahlendem Kreidefelsen ein St\u00fcck entgegen. Nach einigen Kilometer verlie\u00dfen wir den Strand, die D\u00fcnen und einem schmalen Waldstreifen der mit Kiefern bewachsen war. Nun hatten wir den Koloss von Pora erreicht.\r\nEin viereinhalb Kilometer langen f\u00fcnfst\u00f6ckigen Baukomplex, bestehend aus acht aneinandergereihten H\u00e4usern. Gebaut wurde dieses Mammutprojekt im dritten Reich f\u00fcr die Bewegung \u201e Kraft durch Freude \u201e Hier sollten einmal zwanzig Tausend Personen Urlaub machen. Fertiggestellt wurden die Geb\u00e4ude aber nie. Die Bauruine steht heute unter Naturschutz und Teile davon wurden vor kurzem an Investoren verkauft. Die wollen hier moderne Eigentumswohnungen mit dazugeh\u00f6riger Infrastruktur errichten. Bau -Arbeiter waren schon dabei, einige Geb\u00e4ude zu Entkernen. Wir besichtigte einer der Schauwohnungen. Beste Lage, beste Ausstattung und nat\u00fcrlich bester Preis. Die Wohnung war wundersch\u00f6n und wenn, wie zugesagt, im Kieferwald das Unterholz entfernt wir, kann man sogar die Ostsee sehen. Es kann hier, wie den Prospekten zu entnehmen, einmal ein wundersch\u00f6ner Ferienpark Entstehen, wehe aber es k\u00f6nnen nicht alle Wohnungen verkauft werden, dann lebt oder wohnt man in einer Ruinenstadt. Wir spazierten den Weg an den H\u00e4userblocks entlang und waren gebannt, und auch ersch\u00fcttert \u00fcber so viel ehemaligen Gr\u00f6\u00dfenwahn. Am Ende der H\u00e4userblocks ist ein Museum eingerichtet. Die ehemalige DDR auf f\u00fcnf Etagen samt Kaffee und Kuchen. Leider hatten wir f\u00fcr eine Besichtigung keine Zeit mehr.\r\nWir gingen zum Strand und gingen am Wasser entlang zur\u00fcck nach Binz in unsere Wohnung am Kl\u00fcnderberg. Wie jeden, der letzten Abende, verbrachte wir auch den heutigen beim \u201eAlten Fritz\u201c.\r\nDen n\u00e4chsten, unserer letzte Urlaubtag auf R\u00fcgen, nutzten wir zur Erholung. 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