Prag, die goldene Stadt

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Prag, Prag und Umgebung, Tschechische Republik

Eines der lohnenswertesten Ziele einer Städtereise innerhalb Europas stellt Prag, die goldene Stadt, dar. Die geschichtsträchtige, ehemals böhmische Metropole bietet ein unübertreffliches Preis-Leistungsverhältnis und gehört damit zu den Top drei der meistbesuchten Städte Europas, wobei Prag nicht nur unter ökonomischen Aspekten, sondern auch mit einer faszinierenden Mischung moderner, kultureller und historischer Attraktionen punktet.

Besonders beeindruckt hat mich bei meiner letzten Reise in die Stadt der hundert Türme ein geführter Ausflug in den geheimnisvollen Prager Untergrund, der eindrucksvolle und mit einer Standard-Stadtführung unvergleichliche Einblicke in das Stadtleben gewährt. So zeigt Prag sich unterhalb der Erde ebenso interessant wie an der Oberfläche, denn fast jedes Gebäude ist weitläufig unterbaut, wobei viele der Anwohner meist gar nicht um die Welt unter ihren Füßen wissen oder diese nicht wegen der Einsturzgefahr freilegen können. Wo dies allerdings möglich ist, da erwarten den Besucher wahre Schätze authentischer Stadthistorie zum Anfassen. So repräsentieren diese heutigen Kelleretagen eigentlich die Stockwerke des früheren Erdgeschosses aus dem 16. Jahrhundert, wo man beispielsweise Vertiefungen in der Wand in den ehemaligen Küchenräumen bestaunen kann, die als Kühlschrank dienten, oder in manchen Türen auf Hüfthöhe Ausbuchtungen entdeckt, die der Breite der Weinfässer geschuldet sind, die hier hindurchgerollt wurden.

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Gleichermaßen bemerkenswert sind die geheimen Verbindungen zu den Nachbarhäusern, die vor allem als Fluchtweg in Zeiten des Krieges genutzt wurden, sowie die kleinen Nischen mit Brunnen, von denen das Trinkwasser hochgezogen wurde, welche nochmals tiefer liegen. Der tiefste Punkt dieses absoluten Highlights liegt hierbei ca. sieben Meter unter der Erde unterhalb des Prager Rathaus, und generell ist die unterirdische Stadt sorgsam hergerichtet und damit frei zugänglich. Der Grund dafür, dass diese Etagen aufgeschüttet wurden, besteht im Übrigen in den geographisch bedingten Problemen der Stadt mit Hochwasser, und die beim Ausheben des Burggrabens angefallene Erde wurde zum Aufschütten als Schutz vor Hochwasser verwendet. Ungefähr 90% der öffentlichen Gebäude verfügen über einen ausgebauten Zugang zu diesen unterirdischen Gewölben und ermöglichen Besuchern gerne den Zugang, weshalb es sich auch immer lohnt, nachzufragen, denn so kann man gleichzeitig Sehenswertes wie eine private Kunstausstellung in den Kellerräumen eines Gasthauses bewundern.

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Weitere grandiose Sehenswürdigkeiten Prags sind der waldreiche Prager Hügel Petřín, der mittelalterliche formidable Burgwall Vyšehrad, die unnachahmliche Prager Burg auf dem Burgberg Hradschin mit ihrer immensen, wunderbar gepflegten Anlage, die wie eine eigenständige Stadt erscheint, in der man sich in die Vergangenheit zurückversetzt fühlt, und auf die man von diversen Brücken und malerischen Punkten eine großartige Aussicht hat, aber auch das Apple-Museum.

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Imposant sind selbstverständlich auch die pittoresken Fassaden der historischen Wohnhäuser, aber auch typische Jugendstil-Einkaufspassagen wie die Lucerna Passage, wo die auffällige Skulptur eines kopfüber von der Decke hängenden Pferdes mit aufrecht sitzendem Reiter Aufsehen erregt, worunter sich witzigerweise kein Tourist wagt. Mit diesem Kunstwerk hat es eine spezielle Bewandtnis, denn der Künstler David Černý hat sich hier einen ironischen Scherz erlaubt, weil die Figur eine satirische Adaption des berühmten Reiterdenkmals des Heiligen Wenzel darstellt.

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Die prachtvolle Altstadt Prags wartet mit unzähligen sagenhaften Bauwerken auf, darunter die prächtige barocke St. Nikolaus-Kirche oder die einmalige gotische Teynkirche am Altstädter Ring. Kulinarischer Tipp: Zünftiges Schwarzbier und ein landestypisches uriges Ambiente gibt es im traditionsreichen Restaurant U Fleků.

Als Unterkunft möchte ich das 4-Sterne-Hotel Corinthia Prag empfehlen, das durch seine einmalige Lage und die Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel direkt an der U-Bahnstation Vyšehrad genau wie das unglaublich abwechslungsreiche Frühstücksbuffet besticht. Die Anreise mit der Bahn und die Nutzung der Tagestickets für den öffentlichen Nahverkehr bieten sich in Prag an, da die Maut und Parkgebühren recht hoch sind. Tipp: Wechseln kann man Euros in Kronen in den zahllosen Wechselstuben, aber dies ist zumeist gar nicht nötig, da man auch Kleinstbeträge überall mit Kreditkarte zahlen kann.

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Ihr Experte war vor Ort


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