The Mother City: Unterwegs in und um Kapstadt
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The Mother City: Unterwegs in und um Kapstadt

Kapstadt, Kapstadt & Umgebung, Südafrika · Juli 2017

In der landschaftlich einmaligen Table Bay gelegen, bestechen die fantastische Kap-Halbinsel und die romantischen Weinanbaugebiete in ihrer Umgebung sowohl mit idyllischer Natur und urbaner Lebensfreude. Die Vorteile der lokalen Metropole Kapstadt als Reiseziel liegen klar auf der Hand: die auch aufgrund ihrer Geschichte als früheste koloniale Siedlung Südafrikas als ‚mother city‘ bekannte Großstadt verkörpert greifbar den Multikulturalismus der ‚Regenbogennation‘ Südafrika, und im Gegensatz zu früher ist Kapstadt mittlerweile komplett sicher. Deshalb bieten sich Besuchern vor Ort fantastische Möglichkeiten, das abwechslungsreiche Ausgehangebot zu nutzen, die unterschiedlichsten Aspekte dieser afrikanischen Metropolregion für sich zu entdecken, klassisches Sightseeing zu betreiben, oder aber auch in das pulsierende Nachtleben einzutauchen.

So punktet Kapstadt mit einem extrem vielfältigen Kulturprogramm, darunter diverse Museen, prächtige Bauten als Zeugnisse der Historie des Kolonialismus, genau wie Einrichtungen, die sich der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit der Apartheid gewidmet haben, und kontrastiert damit das alte und neue Südafrika. In Kapstadt selbst repräsentiert das stark im Wandel begriffene, bonbonbunte Malaienviertel oder Bo-Kaap für mich einen der Höhepunkte der Stadt, da sich hier mittlerweile eine Vielzahl an Künstlern niedergelassen hat, und sich der Stadtteil damit zu einer wahren Art Destination entwickelt hat, die zeigt, wie hoch Kunst und kreatives Schaffen in Kapstadt angesehen werden. Ein ganz besonderes, mitreißendes Erlebnis war es hier für mich, bei der unterhaltsamen Tour „Kochen mit der Tante“, einer Koch-Safari durch das Viertel, mitzumachen, wo man die regionale Kulinarik direkt im Heim der Anwohner kennenlernen und mitzubereiten darf.

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Besonders wohl gefühlt habe ich mich auch in Constantia, einem noblen Vorort von Kapstadt am Tafelberg, der etwa 10 Minuten von Downtown liegt, und mit seinen Weinbergen ein entzückendes charakteristisches Terrain darstellt. Der berückend schöne Botanische Garten Kirstenbosch ist auch nicht weit, und so finden Besucher hier die optimale Kombination von ländlicher Ruhe und städtischem Highlife. Hoteltipp: Das The Cellars-Hohenort Hotel, ein echtes Juwel der südafrikanischen Hotellerie, verknüpft ideal eine friedliche Lage mitten im Grünen mit Zentrumsnähe.

Grandioses Highlight der Region ist selbstredend der markante Tafelberg, der seit Juli 2017 offiziell zum UNECSO-Weltnaturerbe zählt, genau wie der konische Lion’s Head. In der Nachbarschaft des Tafelberg-Nationalparks befindet sich auch als Nonplusultra das beschauliche Camps Bay, das Sylt von Kapstadt, eine exklusive Bucht, wo es gilt, zu sehen und gesehen zu werden, und hübsche Boutiquehotels die wunderschöne Promenade mit niedlichen Cafés und Restaurants säumen. Aber auch das malerische Umfeld der Region ist mehr als ansehnlich, und ist weltbekannt für die hier situierten, verträumten und charmanten Weinbaugebiete, die verschlafenen Vororte und Städtchen umgeben von rustikalem Land und außergewöhnlicher Natur. Die geradezu bukolischen Cape Winelands umfassen sowohl einmalige UNESCO-Biosphärenreservate als auch herrliche denkmalgeschützte Kapholländische Bauwerke, und dazwischen finden sich unheimlich oft gemütliche Cafés und Restaurants, wo man sehr preiswert aber überaus hochwertig essen und trinken kann. Einfach ein Muss: eine stilvolle Degustation im Weinkeller eines der zahllosen, traumhaft schönen Winzergüter.

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Die Winelands lassen sich im Übrigen hervorragend individuell mit dem Mietwagen erkunden, denn trotz Linksverkehr kann man hier ganz entspannt fahren. Mich persönlich beeindruckt hat hier das Grootbos Private Nature Reserve, das größte private Naturschutzgebiet des Landstrichs, das auch einen Erziehungs- und Bildungshintergrund aufweist. Denn die Stiftung bindet die lokale Gemeinschaft in die Förderung und Fortbildung von Kindern ein, wobei der Fokus hier sowohl auf das Leben in der heimischen Natur als auch auf den informationstechnischen Aspekten der heutigen Lebensweise liegt. Besonderes Augenmerk wird hierbei zum Beispiel auf die hier heimische Fynbos Flora gelenkt, denn man produziert vor Ort diverse Naturprodukte wie Cremes, Seifen und Lebensmittel aus diesen Pflanzen, und bietet darüber hinaus eine 5-Sterne-Luxusherberge.

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Hoteltipp: das Winzergut Grande Roche Hotel in Paarl liegt wunderbar pittoresk mitten im Weinbaugebiet, und das historische Gut, das auf den Anfang des 17. Jahrhunderts zurückgeht, versprüht nostalgischen Charme. Gäste können es sich in den 28 luxuriösen Zimmern gut gehen lassen und vor Ort gekelterten, köstlichen Wein zu sich nehmen.

Eine weitere großartige Attraktion der Gegend ist der Boulders Beach bei Simon’s Town, wo riesige Pinguinkolonien in einem Naturreservat ihre Heimat gefunden haben, ein einmaliges Spektakel, da es sich hierbei um die einzigen südafrikanischen Pinguine jenseits der Arktis handelt. Generell repräsentiert die Kap-Halbinsel einen unnachahmlichen geschützten Naturraum, wo Besucher eine bunte Artenvielfalt an Tieren, darunter Oryxantilopen und Strauße erwartet. Hier findet sich auch das Cape of Good Hope, der landschaftlich einprägsame vermeintlich südlichste Punkt Afrikas, den eigentlich Kap Agulhas darstellt.

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Nicht zuletzt entspricht Südafrika in der grandiosen Kapregion damit dem früheren Tourismus-Slogan ‚One World in One Country‘, und ermöglicht hier ein intensives Erfahren von afrikanischer Lebensart, Natur und Großstadtflair. Südafrika ist und bleibt damit ein Reiseziel, das den Reisenden emotional stark berührt und begeistert, und den Besucher nicht mehr loslässt.

Tipp zur Reisezeit: im südafrikanischen Winter, also im europäischen Sommer herrschen 15-25 Grad bei strahlend blauem Himmel und manchmal auch Regen, was es aber ermöglicht, die hiesige Natur in Perfektion zu erleben. Üppiges Grün, die Hauptsaison für Whale Watching, beispielsweise in Hermanus, und die tolle Sicht auf die Wildtiere während der Safaris dank der noch jungen Vegetation sprechen hier für sich.

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