Marrakesch

Marrakesch ist neben Fès, Rabat und Meknès eine der vier Königsstädte Marokkos. Marrakesch ist für alle Marokkoreisende ein absolutes Muss, denn nirgendwo sonst bekommt man soviel von 1001 Nacht zu sehen wie hier. Marrakesch heißt auch "die rote Stadt" wegen ihrer roten Stadtmauern. Sie hat ein ideales Klima und ist die Lieblingsstadt des Königs.
Sehenswürdigkeiten :
Die Moscheen in Marrakesch sind für nicht-Moslems ausdrücklich NICHT zugänglich, aber in der Medersa Ben Ussuf kann man sich ein Bild von den Moscheen machen. Diese Restriktion ist übrigens nicht auf islamisch- religiöse Befindlichkeiten zurückzuführen, sondern stammt aus der Zeit des französischen Protektorats vom 28. April 1912 bis zum 25. August 1925. Die französischen Statthalter in Marrakesch legten großen Wert auf eine strikte Trennung zwischen einheimisch (islamisch) und französisch (christlich) geprägter Lebenskultur. Dies zeigt sich übrigens auch in der strikten Trennung der Lebensräume, die seinerzeit zur Schaffung der rein französischen Neu- Stadtteile Gueliz und Hivernage führte (heutzutage das moderne Marrakesch mit Nobelhotels und europäisch geprägten Restaurants und Appartement- Houses). Die damals de facto normierte Trennung der Kulturkreise wurde bis heute nicht per Gesetz neu geregelt, so daß die Restriktion weiterhin besteht.

Der Palais Bahia, der Palast des Groswesir Bou Ahmed (19. Jd.) beeindruckt mit seinen Innenräumen und Gärten. Besonders zu beachten sind die Zellij-Fliesen, die Decken aus Zedernholz und die bemalten Holzarbeiten.

Eine ehemalige Koranschule, die Medersa Ben Yussef mit wunderschönem Innenhof Den ehemaligen Palast El Badi, von dem nur noch die Grundmauern übrig sind, der aber dennoch durch seine Größe besticht, sowie durch die vielen Störche, die auf seinen Mauern nisten.

Die Saaditengräben aus dem 16. Jd., eines der schönsten Beispiele islamischer Baukunst im Maghreb. Sehenswert: die Halle der zwölf Säulen - beachtet die Kachelmuster und die Schnitzereien aus

Marrakesch Museum: Fotomuseum -Maison de la Photographie. Junges und einzigartiges Museum. Zeigt Material von den Anfängen bis zur Neuzeit der Fotografie in Marokko. Aussichtsterrasse mit Speisen und Getränken.
Wer nach Marrakesch kommt muss unbedingt den Djemaa el Fna (Platz der Geköpften) sehen. Während des Tages findet man hier allerlei Schlangenbeschwörer & Gaukler (Achtung: Fotos gibt es nur gegen eine kleine Spende, die den Betrag von 300 DH auch mal überschreiten kann!). Da zum Zeitpunkt der Preisverhandlungen die Dienstleistung in der Regel bereits erbracht wurde (Blitzattacke von mehreren zusammenarbeitenden Beschwörern) ist der nachträgliche Handels- Spielraum stark eingeschränkt- Tipp: eigene Kamera festhalten, bis der Preis feststeht... Um den Platz herum befinden sich Stände mit Orangenverkäufern. Man bekommt für 4 DH frisch gepressten Orangensaft. Ab ca. 16 Uhr beginnt der Aufbau der Garküchen. Dieses Spektakel beobachtet man am besten von der Terrasse des Café de Paris- das andere Restaurant mit Dachterrasse, das "Argana", von dem man ebenfalls einen sehr guten Ausblick auf das bunte Treiben auf dem Platz hat, wurde am 28.April 2011 leider Zielscheibe eines Bombenanschlags, bei dem 18 Menschen ums Leben kamen- darunter auch zahlreiche europäische Touristen. Ein schwerer Schlag gegen den von den Marokkanern so hochgeschätzten Tourismus- bringt er doch den Großteil der Jobs für viele Marokkaner, die mit Entsetzen auf die Tat reagierten. Die Garküchen bieten marrokanische Küche zu günstigen Preisen (empfehlenswert!). Am Abend finden sich zahlreiche Musikgruppen und Geschichtenerzähler auf dem Platz ein. Der Djemaa el Fna ist auch der Ausgangspunkt für die Souks.

Marrakesch ist auch als eine Stadt der Parks und Gärten bekannt. Der Bekannteste ist der Jardin Majorelle im Norden der Stadt (Eintritt 40 MAD). Der Garten (gegründet von dem französischen Künstler Jacques Majorelle) steht der Öffentlichkeit seit 1947 zur Verfügung und beinhaltet eine beeindruckende Sammlung von Pflanzen von allen fünf Kontinenten. 1980 übernahm der Modeschöpfer Yves Saint Laurent und Pierre Bergé den Garten und restaurierten ihn aufwendig. Tipp: unbedingt eine Tasse Pfefferminztee im Gartencafé trinken!

Neuer ist der kostenlose Cyber Parc. Er liegt zwischen dem Jamaa El Fna und dem Place Liberte, an der Ave Med V. Überall im Park stehen moderne und frei zugängliche Internet Terminals und im ganzen Park gibt es kostenlose Wlan. Perfekt um zwischendurch einen Wiki Artikel über Marrakesh zu erweitern.

Weitere bekannte Parks: der Menaragarten (mit schönem Ausblick auf den Hohen Atlas!) und die Palmarie.

Dar Chérifa, 8 Derb Cherka Lakbir, Mouassine. Es ist das älteste Haus in der Medina (16. Jh.). Das Haus wurde nach alter Tradition renoviert und ist heute Zentrum für Literaten und Künstler. Es werden laufend Ausstellungen, Lesungen, Mal- oder Kochkurse angeboten. Oder man trinkt einfach nur eine Tasse Tee auf der Terasse im 2. Stock.

Marrakesch ist ein idealer Ausgangspunkt für Tagesausflüge in den Hohen Atlas:

vom Bergdorf Imlil (1,5h entfernt) aus lässt sich der Jabel Toubkal, der größte Berg des Atlas besteigen

Im 1h entfernten Ourika Valley kann man das Dorf Setti Fatma und seine sieben Wasserfälle besuchen. Tip: unbedingt einen Führer vor Ort mieten und gutes Schuhwerk nicht vergessen. Im Ourika Tal befindet sich auch das Skigebiet Oukaimeden (im Januar/Februar Skibetrieb).

Marrakech Bike Tour, Rue de la kasbah, ?+212 (0) 65 874 6500, [2]. 4h Stadt Tour mit dem Fahrrad, für alle, die die bekannten Sehenswürdigkeiten schon gesehen haben und etwas Besonderes suchen. Im Angebot sind auch Fahradtouren im Ourika Tal und dem Hohen Atlas.

Es gibt einen großen Marjane Supermarkt. Es gibt auch die sogenannten Suqes. Um so tiefer man rein geht um so billiger und ärmer wird die Gegend. Hier kann man die Einheimischen bei der Handarbeit beobachten.