Porto Alegre:
Der "fröhliche Hafen" ist meist der Ausgangspunkt für einen Besuch im Süden Brasiliens. Porto Alegre vermittelt einen guten Einblick in die traditionelle Musik und die Tänze der Gaúchos. Sie hat einige ganz interessante Museen und beeindruckende neoklassizistische Gebäude, aber auch einige gute Restaurants und ein Nachtleben sowie die Gastfreundschaft der freundlichen Gaúchos zu bieten.

Die ca. 1,5 Mill. Einwohner zählende Stadt - darunter viele Nachfahren italienischer, deutscher und polnischer Immigranten - ist die grösste Stadt des Südens. Da sie nahe der Küste, am nördlichen Zipfel der Lagoa dos Patos liegt, ist sie ein ideales Sprungbrett für Fahrten in andere Teile des Staates. Gramado und Canela, das Weingebiet wie auch die Strände von Rio Grande do Sul sind in Tagesausflügen zu erreichen.

Passend zu seiner Stellung als Hauptstadt eines Viehzuchtstaates kann man in Porto Alegre in zahlreichen Boutiquen im Zentrum Lederwaren von ausgezeichneter Qualität kaufen. In einem der hervorragenden Steakhäuser sollten Sie sich auch ein echtes brasilianisches Churrasco genehmigen.

Porto Alegre ist berühmt für seine ausgezeichneten Churrascarias. Zu verdanken ist der hiesige Fleischkult den Viehzüchtern der nahegelegenen Pampa. Gaúchos nennt man sie, mit der charakteristischen Angewohnheit, ständig bitteren Tee "Chimarrão" zu schlürfen und Churrasco zu essen, Stiefel, Schlaghosen, ein rotes Halstuch und einen Cowboy-Hut mit Kinnriemen zu tragen sowie das Lasso zu schwingen. Die früher eher verspöttelten Viehtreiber, nicht selten auch Viehdiebe, machten sich im 19.Jh. als die eigentlichen Verteidiger brasilianischen Bodens gegen die argentinischen und Uruguayanischen Nachbarn verdient und werden heute landesweit geachtet. In der Stadt sieht man sie nur selten, aber die Kellnertracht der Churrascaria "Galpão Crioulo" vermittelt zumindest einen Eindruck.

Eine zweite Empfehlung bezieht sich auf das Trinken, besser gesagt auf deutsches Bier im absoluten "In-Lokal" - "DADO BIER", zugleich Name des deutschstämmigen Besitzers Eduardo Bier. "Ich bin Bier", so stellt er sich vor und verweist stolz auf die im Jahre 1995 endgültig gelungene Verwirklichung eines alten Traums, die Kombination einer eigenen Minibrauerei mit einem Restaurant, einem Biergarten, einer Bar und einer Diskothek. Bis zu 2.000 Gäste, vorwiegend aus der Mittelschicht, kommen hier allabendlich her, um sich in dem gemischten Ambiente aus New Wave, High Tech, Steinmauern und Alpengemälden zu vergnügen.