Ostsee - rund um die Kieler Förde

steffi
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Eckernförde, Ostseeküste, Deutschland

Eine Bahnfahrt die ist lustig, eine Bahnfahrt die ist schön. Das mag für Eisenbahnfans zutreffen, allerdings weniger für mich. Gut, in diesem Fall ist die Bahn jedoch das kleinere Übel. Für die Anreise von Bayern an die Ostsee sticht die Bahn dann doch das Auto um Längen aus.

Morgens zur ungöttlichen Zeit kurz nach 5:00 Uhr stehe ich nun am fast menschenleeren Münchner Hauptbahnhof und muss mich mit so Dingen wie Wagenreihung und reservierte Sitzplätze rumschlagen. Wie war das noch gleich? Wo ist am Gleis vorne und wo hinten? Klarheit bringt die Anzeigetafel am Gleis. Nur leider stimmt diese mit der Wirklichkeit nicht überein. Nun gut: Dann muss ich wohl oder übel jeden einzelnen Wagen ablaufen. Gesagt, getan und gefunden. Dann heißt es: "Am Gleis 18 Vorsicht an den Türen. Türen schließen selbsttätig. Bitte Vorsicht bei der Abfahrt des Zuges." So, da sitze ich nun und habe rund 6 Stunden Fahrt zunächst bis nach Hamburg vor mir. Selbstverständlich mache ich in Hamburg einen Zwischenstopp und will unbedingt zu den Landungsbrücken - Schiffe gucken -, dem Michl - beste Aussicht auf die Stadt genießen - auf die Mönckebergstraße - wo es sich so herrlich shoppen lässt - und am Jungfernstieg die wohlverdiente Kaffeepause bei einer frischen Brise genießen. Wer schon mal am Hafen an den Landungsbrücken ist, dem sei natürlich auch eine Hafenrundfahrt schwer ans Herz gelegt, um die wunderschöne Speicherstadt und die Elbphilharmonie vom Wasser aus zu betrachten. Und was wäre ein Besuch in Hamburg ohne eine Stippvisite im Stadtteil St. Pauli? Das alles schafft man natürlich nicht an einem Tag. Dazu sollte man sich schon ein paar Tage Zeit nehmen oder einfach ein zweites oder gar drittes Mal hierher kommen.

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Wenn ich meinen Zug nach Kiel noch erreichen will, muss ich mich jetzt allerdings auf die Socken machen. Nach gut einer Stunde Fahrt steige ich also in Kiel aus. Der Kieler Hauptbahnhof ist recht modern und sehr sauber. Die Haupthalle entlang, verlasse ich sodann am Ausgang Kaistraße das Gebäude und blicke direkt auf mein erstes Highlight hier am Norwegenkai direkt gegenüber dem Hauptbahnhof: die Color Magic, eines der beiden Fährschiffe, die Kiel mit dem norwegischen Oslo verbinden. Nicht weit entfernt, am Schwedenkai liegt die Stena Line, die zwischen Kiel und Göteborg pendelt. Und noch ein Stück weiter die großen Kreuzfahrtriesen von MSC, AIDA und wie sie alle heißen. Die Dimension dieser Schiffe ist wirklich sehr beeindruckend.

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Mit dem Taxi fahre ich weiter in die Nähe von Eckernförde in meine Unterkunft. Viele Stunden meines Aufenthalts hier verbringe ich auf dem Fahrrad. Die Gegend ist wirklich prädestiniert hierfür. So geht es von Eckernförde über den Bülker Leuchtturm nach Strande und zum Olympiahafen in Schilksee.

In Eckernförde selbst ist ein Besuch im Ostsee-Infocenter ja schon fast Pflicht. Seesterne und Krebse zum Anfassen sind nicht nur für Kinder ein unvergessliches Erlebnis. Durch die Strömungsverhältnisse der Ostsee wimmelte es im Hafen und Strandbereich überall von Quallen, vereinzelt auch Feuerquallen. Da ein Bad in der Ostsee somit ausfällt, bleibt mehr Zeit für Erkundungen zu Land. So beispielsweise zum Ostseebad nach Laboe. Zunächst geht es mit dem Auto oder Bus nach Kiel. Dabei überquert man den Nord-Ostsee-Kanal, die weltweit meistbefahrenste künstliche Wasserstraße.

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In Kiel angekommen setze ich mit dem Boot nach Laboe über. Weithin sichtbar ist das markante Marine-Ehrenmal, wo auch das U-Boot-Museum U-995 nicht weit entfernt liegt. Dann mal rein in die Enge des U-Bootes, dachte ich mir. Die stickige Luft im Inneren ist mir bis heute in Erinnerung, nichtsdestotrotz eine interessante Erfahrung. Bei dem Gedanken, unter Wasser in dieser Enge mit einer ganzen U-Boot-Besatzung einige Wochen leben zu müssen, vergeht mir allerdings das Lachen. Nein, das wäre nichts für mich.

Nachdem sich auch hier in Laboe einige Quallen in Strandnähe tummeln, entscheide ich mich sicherheitshalber für einen Besuch in der Meerwasserschwimmhalle. Mit direktem Blick von der Aussichtsplattform auf die Ostsee ist das nicht die schlechteste Idee.

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Wie immer am Ende einer Reise hätte man noch so viel zu entdecken und diese Ecke hat wirklich sehr viel zu bieten. Wie wär's vielleicht mit einer Fahrradtour entlang einer Teilstrecke des Nord-Ostsee-Kanals?

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Ihr Experte war vor Ort


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