Far East- Ferner Osten

Informationsreisenbericht von Marion Möller

Länderinformationen:

Flugzeit: Frankfurt- Peking 9 Stunden

Zeitverschiebung: 7 Stunden

Strom: 220 V , Adapter erforderlich

Reisezeit: Beste Reisezeit April- Juni und September- Oktober

Einreisebestimmungen: für deutsche Staatsbürger ein noch 6 Monate gültiger

Reisepass mit mind. 1 freien Seite für das Visum

Währung: 1 Euro =8Yuan

Impfung: bei Einreise aus Europa keine Impfungen erforderlich

Zahlungsmittel: Bezahlung mit Kreditkarte, Bargeld Tauschen im Hotel,

Bargeldabhebungen nur sehr eingeschränkt

Peking- Xi an- Shanghai- Kuala Lumpur

Im Rahmen eines Live- Seminars vom 23.04. - 05.05.2014 wurde ich ausgewählt, China- das Reich der Mitte zu bereisen.

Ab Frankfurt flogen wir über Nacht mit Lufthansa in 9 Stunden nach Peking.

Dort erwartete uns eine riesige Stadt mit 22 Millionen Einwohnern und ca. 500 km Ausdehnung. Dabei zählt Peking in China zu einer mittelgroßen Stadt.

Nachdem wir im 5- Sterne- Hotel Doubletree by Hilton unser schönes Zimmer im 43. Stock bezogen, begannen wir schon mit der Besichtigung des Lama- Tempelklosters.

Der wieder von Mönchen bewohnte Tempel, der übersetzt Palast der Harmonie heißt, zählt zu Beijings schönsten und best erhaltenen Sakralbauten. Das Heiligtum des tibetischen Buddhismus beherbergt u. a. die Buddhas der drei Zeitalter. Der architektonische Höhepunkt ist die Halle des 10 000- fachen Glückes mit der 26 Meter hohen Sandelholzstatue des Bodhisattva Maitreya.

Im Anschluss besuchten wir die mit Seen durchzogene Altstadt, die nördlich hinter dem Kaiserpalast liegt und aus traditionellen Wohnhöfen für die ehemaligen Palastbeamten besteht. Heute sind noch ca. 3000 Hutongs bewohnt.

Der neue Tag begann mit dem Besuch des Himmelstempels, der 5 km vom Kaiserpalast entfernt ist. Hier hielt der Kaiser 2-mal im Jahr Zwiesprache mit dem Himmel, um seine Legimitation zum Herrschen zu erhalten.

In dem umgebenden Park treffen sich die Chinesen z. B. zum Schattenboxen, Tanzen, Spielen, Singen, Stricken, was zur körperlichen und geistigen Ertüchtigung dient.

Nun kam der Höhepunkt, der Spaziergang auf der Großen Mauer bei Mu Tian Yu.

Unser Reiseleiter wählte den Mauerabschnitt ca. 80 km von Peking, der nicht so überlaufen ist. Mit einer Seilbahn erreichten wie das spektakuläre 8000 m lange Bauwerk aus der Ming- Dynastie. Die Mauer sollte das geeinigte Reich schützen. Heute ist die Grosse Mauer ein Völker verbindendes Kulturerbe. Mit über 500 Stufen abwärts beendeten wir den Spaziergang.

Auf dem Rückweg machten wir einen Fotostopp auf dem Olympiagelände und beendeten den Abend in einem typischen Restaurant mit einem Peking-Ente-Essen.

Am Abend regnete es und damit wurde uns am nächsten Tag Sonnenschein beim Besuch des Kaiserpalastes beschert.

Auf dem Platz des Himmlischen Friedens, des größten innerstädtischen Platzes der Welt, empfangen uns riesige geordnete Warteschlangen vor dem Mausoleum Mao Zedongs. Hier gab es noch eine besondere Attraktion, nämlich unsere Reisegruppe. Wir “Langnasen” waren ein begehrtes Fotomotiv.

Durch das Tor des Himmlischen Friedens betraten wir die Verbotene Stadt und bestaunten die weitläufigen Palastanlagen.

Am Nachmittag fuhren wir mit dem Hochgeschwindigkeitszug von Peking nach

Xi an, eine Strecke von 1144 km in 4:20 min. mit einer Reisegeschwindigkeit

Von 308 km/h.

Die geschichtsträchtige Stadt Xi an überwältigte uns mit seiner Ausdehnung, die Stadt hat 9 Mio. Einwohner und 32 Universitäten.

Noch am Abend bestaunten wir die 73 Meter hohe Wildganspagode mit einer halbstündigen Lichtershow. Diese kann man täglich von Mai- September erleben.

Im supermodernen Rundreisehotel Embassador International bezogen wir ein Zimmer in der 15. Etage.

Am nächsten Tag fuhren wir 28 km östlich zum UNESCO Weltkulturerbe, der Terrakotta- Armee. Die 60 qkm Grabanlage des ersten Kaisers von China Qin Shihuangdi beherbergt ca. 6000 Tonsoldaten, von denen ca. 1100 ausgegraben wurden. Für das Leben nach dem Tod wollte der Kaiser seine Soldaten als Grabbeigabe. Damit die echten Soldaten nicht geopfert werden müssen, wurde von jedem Soldat eine tönerne Abbildung geschaffen. Deshalb hat jeder Soldat einen anderen Gesichtsausdruck und eine Körpergröße von 1,74 m bis 1,94 m.

Die Altstadt von Xi an umgibt eine 12 Meter hohe, 14km lange Stadtmauer. Wir besichtigten die eindrucksvolle, restaurierte Stadtmauer am mächtigen Südtor. Der Spaziergang musste leider ausfallen, da gerade Radrennen auf der Mauer stattfanden.

In der Altstadt befindet sich die Große Moschee der muslimischen Hui- Minderheit.

Sie verbindet den chinesischen Baustil mit islamischen Dekors.

Am Abend besichtigten wir ein weiteres Rundreisehotel, das Grand New World Hotel Xi an, in dem wir eine tolle Tanz- und Gesangsshow erleben durften.

Auf dem Weg zum Flughafen besuchten wir das noch ungeöffnete Grab des vierten Kaisers der Han- Dynastie (202-16 v. Chr.) In den weitläufigen Grabfeldern wurden die Grabbeigaben im Maßstab 1:3 freigelegt, die man unter dicken Glasböden besichtigen konnte.

Die sehr komfortable Shanghai- Airline brachte uns von Xi an nach Shanghai.

Für den Transfer vom Flughafen in die City benutzten wir den Transrapid, der die 30 km in 7:20 sec (deutsche Pünktlichkeit) mit einer maximalen Geschwindigkeit von 430 km/h.

Für die nächsten Tage war das 5- Sterne Longemont Hotel direkt im Geschäftsviertel unser Zuhause. Hier hatten wir vom Zimmer im 17. Stock einen atemberaubenden Ausblick auf die moderne Metropole.

Mit seinen 23 Mio. Einwohnern mausert sich Shanghai zu einer weltweiten Wirtschafts- und Finanzmetropole mit über 14000 Hochhäusern auf einer Ausdehnung von 120 km. Bei einer abendlichen Lichterfahrt auf dem Huanpu- Fluss

bestaunten wir die beleuchtete Skyline vom kolonialen und modernen Shanghai.

Ein abendlicher Spaziergang in der Altstadt und in der Einkaufsmeile, der Nanjing Road beendete den an Eindrücken voll gepackten Tag.

In der Altstadt befindet sich der im Jahre 1559 angelegte Yu- Garten, ein für Südchina typischen Literatengarten. Hier spazierten wir entlang mehrerer Seen, Wandelgängen, Brücken und Hallen. Über eine neunteilige Zickzack- Brücke erreicht man das Huxing-ting- Teehaus und den Stadtgotttempel.

Am Nachmittag besuchten wir den bekannten Jadebuddha- Tempel. 1882 brachte ein Mönch zwei Buddhas aus weißer Jade aus Myanmar nach Shanghai. Der sitzende Buddha ist 1,95 m hoch uns aus einem Stück gefertigt. Der liegende misst 96 cm.

Am nächsten Tag fuhren wir ca. 1 Stunde auswärts in das Wasserdorf Zhu Jia Jiao, einer Lagunenstadt aus der Ming- und Qing- Zeit, Das 3 qkm große Zentrum ist durchzogen mit mehreren Kanälen , überspannt mit etwa 2 Dutzend Steinbrücken,

Wahrzeichen ist die 72 m lange Freilassungsbrücke. Heute leben hier noch 30 000 Menschen.

Den Nachmittag verbrachten wir im französischen Viertel in Shanghai. Anfang des 19. Jahrhundert errichten eingewanderte französische Händler und Geschäftsmänner

ihr eigenes Viertel nach typischer Art, elegant und gepflegt, mit Geschäften und Bars, so wie es heute noch aussieht. Man hat den Eindruck, man spaziert in einer europäischen Stadt.

Die nächste Station unserer Tour bringt uns nach Malaysia. In Kuala Lumpur treffen wir auf die 10 anderen Gruppen, die 10 weitere Ziele in Fernost. bereisten.

Das Grand Hotel Hyatt war für die 203 Reisebüroangestellten für die Zeit des Seminars ein supermodernes Zuhause. Unser Zimmer im 33. Stock eröffnete uns einen Blick auf das Wahrzeichen von Kuala Lumpur, die gewaltigen Pretona

Towers, 86 Stockwerke hoch.

Auf einer von den 11 Reisegruppen ausgestattete Reisemesse konnten sich alle Teilnehmer austauschen.

Um diese Metropole kennen zu lernen, standen verschieden Ausflüge auf dem Programm. City Tour, Batu- Höhlen, Vogelpark, auch die Formel1 Rennstrecke sowie ein Kochkurs standen zur Auswahl.

Ein spektakuläres Farewell Dinner läutete das Ende dieser tollen Reise ein.

Voll gepackt mit 1000 Eindrücken brachte uns die Lufthansa in 12 Stunden wieder sicher nach Frankfurt,