Mitarbeiter: Janine Werning
Veranstalter: Dertour

Ecuador und die Galápagos-Inseln
Bericht von Janine Werning

Zeitdifferenz: Ecuador: MEZ -6 h/MESZ -7 h
Galápagos-Inseln: MEZ -7 h/MESZ -8 h

Flugzeit ab Deutschland: ca. 16 Stunden
von Quito nach Baltra ca. 3 ½ Stunden;
Bootstransfers zwischen den Inseln

Ein-/Ausreise: noch mindestens 6 Monate gültiger Reisepass

Reisezeit: Ganzjährig. Die trockene Jahreszeit (Juni-Dezember) ist
durch blaue Himmel und mittägliche Regenfälle
gekennzeichnet.
Die warme Jahreszeit (Dezember-Mai)hingegen durch
täglichen Regen und Wolken.
Säugetiere und Landvögel sind in der trockenen
Jahreszeit am aktivsten. Außerdem kann man in dieser
Zeit das Paarungsverhalten am besten beobachten.

Im April 2010 reiste ich nach Ecuador und die Galápagos-Inseln. Auf dieser Reise besuchte ich Quito, die Hauptstadt von Ecuador, wo ich 3 Tage verbrachte und in den darauf folgenden 12 Tagen die Inseln San Cristóbal, Floreana, Isabela und Santa Cruz im Galápagos-Archipel.

Quito: Die Altstadt erinnert mit ihren gekalkten Häusern mit grünen Ziegeln und dunkelblauen Geländern an die Kolonialzeit Quitos.

Sehenswert sind u. a. die Jungfrau von Quito auf dem Panecillo, die Catedral Primada de Quito, die Plaza de la Independencia, dem Mittelpunkt der historischen Altstadt Quitos, mit dem Monumento de los Héroes zum Gedenken an die Helden des Freiheitskampfes und die Plaza San Franzisco sowie der Monasterio de San Francisco.

Besuchen sollte man auch den berühmten und farbenfrohen Indiomarkt in Otavalo, wo Holzschnitzereien oder landestypische Textilien erworben werden können und das nördlich von Quito gelegene Äquatordenkmal „Mitad del Mundo“, wo man mit einem Bein auf der Nord- und dem anderen auf der Südhalbkugel der Erde stehen kann.

Der Galápagos-Archipel ist eines der letzten Naturparadiese der Erde. Diese einmal zu bereisen war ein großer Wunsch von mir. Neben der vulkanischen Landschaft hat besonders die Vielzahl der Tiere ihren Reiz, die keinerlei Scheu gegenüber den Besuchern der Inseln haben. Die Inselgruppe besteht aus 13 Inseln und über 100 kleineren bis winzigen Inseln , darunter die weit nordwestlich liegenden Darwin und Wolf . Fünf Inseln sind besiedelt: Santa Cruz , San Cristóbal , Isabela , Floreana und Baltra . Unter den zahlreichen kleineren Inseln sind die Daphne-Inseln , Plaza Sur , Isla Sin Nombre sowie der isolierte Roca Redonda , eine Vogelbrutstätte, erwähnenswert. Die Inseln befinden sich ca. 1.000 Kilometer westlich des ecuadorianischen Festlandes und sind zwischen 3 und 10 Millionen Jahre alt. Sie wurden am 10. März 1535 zufällig von Spaniern entdeckt. Tomás de Berlanga , der damalige Bischof von Panama , kam mit seinen Leuten auf dem Weg nach Peru vom Kurs ab und strandete an einer der Vulkaninseln. Charles Darwin segelte im September 1835 im Alter von 26 Jahren an Bord der HMS Beagle zu den Galapagos-Inseln. Während des fünfwöchigen Aufenthalts ging er an Land, um Pflanzen, Steine, Insekten und Vögel zu sammeln. Er beobachtete, dass es möglich war, aufgrund des Panzers zu bestimmen, von welcher Insel welche Schildkröte kam. Er beobachtete die normalen Lebensformen und ihre Anpassung an die raue Umwelt. Die wohl bekannteste Forschung, die der nach ihm benannten Darwin-Finken, stützt die Evolutionstheorie und wurde 1859 veröffentlicht. 1959 erklärte die Regierung Ecuadors alle unbewohnten Gebiete zum Nationalpark und 1978 benannte die UNESCO die Galápagos-Inseln, aufgrund ihrer einmaligen Flora und Fauna , zum Weltkulturerbe. Die Meeresreserven erhielten 1988 den gleichen Status.

San Cristóbal ist die östlichste der Galápagos-Inseln . Die Hauptstadt des Galápagos-Archipels, Puerto Baquerizo Moreno , liegt an der südwestlichen Spitze der Insel. Hier konnte ich zahlreiche Seelöwen beobachten. Auf San Cristóbal leben außerdem zahlreiche Prachtfregattvögel , Riesenschildkröten , Blau- und Rotfußtölpel , Leguane u nd Seemöven . Im Meer um die Insel leben Delfine , Haie , Rochen und Hummer . Sehenswert ist die Schildkrötenaufzuchtstation Riesenschildkröte sehen und viel über diese beeindruckenden Lebewesen erfahren kann. Eine Bootsfahrt zu den vorgelagerten Inseln Isla Lobos und Kickers Rock sollte man unbedingt unternehmen. Von unserem kleinen Schnellboot aus, konnten wir die einheimische Tierwelt auf diesen Inseln, u. a. Blaufußtölpel, welche ihren Namen ihren blauen Füßen verdanken und die beeindruckende Balz der Fregattvögel, welche ihren scharlachroten Kehlsack aufblähten, um die Weibchen zu locken, beobachten.

Floreana hat mit sehr gut gefallen. Auf ihr leben etwa 100 Menschen. Wir wohnten im Hotel Wittmer, welches von der 3. Generation der bekannten Auswandererfamilie Wittmer aus Köln, von Erika Wittmer, weiter geführt wird und am schwarzen Sandstrand Playa Negra liegt. Erwähnenswert ist auch die sogenannte Post Office Bay: Als Floreana Anlaufpunkt der englische Walfangschiffe wurde, nutzten die Besatzungen die Insel auch als Postumschlagplatz. Hier wurde ein großes Fass aufgestellt, in das die aus Europa ankommenden Schiffe Briefe an die Heimat einwarfen. Heimkehrende Schiffe leerten das Fass und nahmen die Briefe zur Weiterbeförderung nach Europa mit. Obwohl heute keine Walfänger mehr in Floreana anlegen, hat sich die Tradition erhalten. Ein Postfass gibt es immer noch, jetzt wird es aber von den Touristen in gleicher Weise wie früher genutzt.

Isabela ist die größte der Galápagos-Inseln. Hier unternahmen wir u. a. eine Wanderung zum Krater des Sierra Negra, dem zweitgrößten Vulkankrater der Welt. Auf Isabela befindet sich mit den Galápagos-Pinguinen, welche ich während der Überfahrt auf die vorgelagerte Insel Las Tindoreras sehen durfte, das nördlichste natürliche Vorkommen von Pinguinen und das einzige auf der Nordhalbkugel.

Santa Cruz ist die bevölkerungsreichste Insel des Galápagos-Archipels . An der Südküste von Santa Cruz liegt der Hauptort der Insel, Puerto Ayora , die mit rund 15.000 Einwohnern größte Stadt aller Galápagos-Inseln. Während der Überfahrt auf die Insel beobachtete ich Fliegende Fische. Sie katapultieren sich mit einem Sprung aus dem Wasser und segeln kurze Strecken im Gleitflug über die Wasseroberfläche. In einer Höhe von 1,5 Meter gleitend können die Fische über 30 Sekunden lang in der Luft verweilen und dabei Distanzen von bis zu 400 Metern zurücklegen. Ein Muss auf Santa Cruz ist ein Besuch des Fischmarktes in Puerto Ayora. Hier erlebte ich ein wirklich sehenswertes Spektakel. Die Fischer verkauften hier die Fische, welche sie am Morgen frisch gefangen hatten. Dieser wurde an Ort und Stelle ausgenommen, filetiert und anschließend verkauft. Zahlreiche Pelikane und Seelöwen warteten derweil geduldig darauf, etwas von den frisch gefangenen Köstlichkeiten zu ergattern.

Plaza Sur ist eine etwa 0,2 km² große Insel und liegt vor der Ostküste von Santa Cruz . Sie wird von Seelöwen, Meerechsen sowie zahlreichen Vogelarten besiedelt. Hier durfte ich zum ersten Mal Drusenköpfe, auch Galápagos-Landleguane genannt, sehen.

Auf Baltra befindet sich Seymour Airport . Hier endete meine wunderschöne und erlebnisreiche Reise.

Meine Empfehlung: Die Reise „Galápagos Intensiv: Island Hopping“ mit Dertour-Reisen. Das Schöne bei dieser Reise ist, dass Sie auf den Inseln, in kleinen landestypischen Unterkünften, übernachten und dem Leben auf diesen somit noch näher kommen sowie eine Durchführung in kleinen Gruppen vom max. 14 Teilnehmern.